• Nachts nach 3:00 …

    Es war mal wieder einer der längeren Abende. Nicht, dass ich all zu spät nach Hause gekommen wäre aber durch das künstliche Hinauszögern durch diverse Medien zog sich die Sache dann doch wieder spät in die Nacht hinein. Nun liege ich auf meinem Bett und die Bahn die gefühlt alle 15 Minuten (gefühlt: jede Minute) auf der anderen Straßenseite (gefühlt: quer durch mein Zimmer) vorbei rauscht hindert mich am schlafen. Das sind dann meistens die Augenblicke in denen bei mir das Denken anfängt.

    Meist handelt es sich (zumindest in meinem Fall) um immer die selber sinnlosen aber doch so nervigen Fragen wie “Was soll ich eigentlich hier?” oder “Ist das was ich tue das was ich will?”. Leider muss ich sagen, dass ich in diesen Momenten (immerhin handelt es sich hierbei meist um Zeiten nach 3 Uhr morgens) nicht unbedingt in emotionaler Hochstimmung bin und so ziemlich alles kritisiere bzw. schlecht rede was nur geht (dass mir das bewusst ist, ist eigentlich direkt die nächste Farce …). Also liege ich da und schmiede radikale Lebenspläne von denen mir klar ist, dass ich am nächsten Morgen entweder alle verwerfen werde weil sie doch hier und da ihre Macken haben (einfach ins nächste Flugzeug steigen?! mit einem laufenden Kredit?!) oder ich doch merke, dass ich nicht annähernd genug Mut dazu haben werde um diese auch wirklich durchzuziehen. Zumindest macht es im Kopf noch Spaß mir vorzustellen was ich alles machen könnte wenn ich nicht einer von genau denen wäre denen ich mangelnde Entschlussfreudigkeit vorwerfe. In diesem Sinne …

    .. just my 2 cents ..


  • Bettgeschichten …

    Dunkel und still. Nur die vorbeirauschende Bahn zerstört ab und zu die dumpfen Klänge der Endlosschleife (Massive Attack – Teardrops) und bricht die Ruhe außerhalb meines Zimmers. Es gibt nur selten die Abende an denen man sich wirklich zu Ruhe legen kann. An denen man den perfekten Moment erwischt um sich hinzulegen. Das fängt bei dem optimalen Gemütszustand an und endet bei der perfekten Temperatur des Bettes. Der Körper ruht schon lange während Gedanken noch Antworten auf Fragen oder Fortsetzungen zu Geschichten zusammenspinnen. Aber das stört nicht. Man hat die Zeit dafür und niemand wird dabei stören. Die laufende Musik wird wohl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Einschlafen hinauszögern (zumindest tut sie das bei mir immer) aber unterstreicht auf diese Weise ganz hervorragend die Situation. Keine Zwänge, keinen Plan! Szenarien von unglaublicher Willkür entstehen und verschwinden wieder während das Gehirn mehr und mehr vor der wachsenden Müdigkeit kapituliert um dann ironischerweise sein volles Potential erst in den Träumen auszuschöpfen. Ich lasse es auf mich zukommen. In diesem Sinne

    .. just my 2 cents ..


  • Exit …

    Rechtfertigt der Tag an dem eine Zeit beginnt in der man Nichts tut ein Glas Wein um 3 Uhr mittags? Ich finde, man braucht eigentlich keine Rechtfertigung für ein Glas Wein um 3 Uhr mittags aber wenn man eine braucht dann taugt der Tag des Ferienbeginns allemal dazu! Also ging heute der erste Weg auch direkt zum Lebensmittel- und Sirituosenhändler meines Vertrauens um für eine, dem Kapitalismus alle Ehre machende, Konsumorgie vorbereitet zu sein. Um nicht ganz den von mir angestrebten Lebensstandart über den Haufen zu schmeißen und mich einfach am nächstbilligsten liquiden alkoholische Mittel meiner Wahl zu berauschen habe ich mich trotz recht geringer finanzieller Möglichkeiten dazu überwunden die (zugegeben nicht unbedingt kostspieligen) Zutaten meines neuen Lieblingscocktails  (Rezept: siehe “Worth Commenting”) zusammenzukaufen und mich wohl heute Abend daran zu versuchen.

    Also beginnt heute mal wieder ein wunderschön unverplanter, flexibler und spontaner (oder einfacher: “fauler”) Monat. Eigentlich ist es schon erschreckend, dass es für manche Menschen befriedigend ist zeitweise nichts zu tun. Man macht faktisch nichts produktives für die eigene Person (für andere ganz zu schweigen) und verbraucht trotzdem für seine Existenz finanzielle Ressourcen. Aber mal im Ernst … einfach bis X Uhr morgens aufbleiben ohne den Gedanken im Hinterkopf morgen etwas tun zu müssen bei dem man ausgeschlafen sein sollte. Morgens um X (>12) Uhr aufwachen und sich einfach nochmal umdrehen weil es eh keinen interessiert. Abends mit Freunden feiern und sich nur Sorgen um den Moment machen. Das sind doch die Momente auf die man hinarbeitet. In diesem Sinne

    .. just my 2 cents ..


  • Bild: Nighthawks

    Hier mal eines meiner absoluten Lieblingsbilder. Ich bin leider recht ungebildet wenn es um Malerei oder allgemein bildende Kusnt geht, allerdings muss ich sagen, dass mich dieses Bild wirklich beeindruckt hat! Ich will mich jetzt auch gar nicht in irgendwelchen Beschreibungen oder Deutungen verlieren. Jeder sollte sich wohl selbst seine eigenen Gedanken darüber machen.

    Nighthawks - Edward Hopper
    Nighthawks – Edward Hopper