• Things you can try at home: Bierdusche

    Hatte mich zwar schon auf Facebook darüber geäußert aber dieses Thema ist wohl wirklich einen Blogeintrag wert!

    Es geht um eines der schönsten Dinge die uns als Menschen in die Hand gegeben wurden um unser tristes Dasein zu verschönern. Die meisten werden hier wohl schon erkennen: es geht um Bier. Damit liegen sie auch nicht unbedingt falsche, gäbe es nicht eine Art und Weise das Bier zu konsumieren die die Freude über die pure Existenz des Gerstensaftes in den Schatten stellt.

    Wer stand denn nicht schon einmal unter einer heißen Dusche und hatte das Gefühl, dass etwas wichtiges fehlt? Die Dusche ist zwar zweckdienlich, man wird sauber, aber kann man nicht sauber werden und dabei noch was erleben? Abhilfe schafft die Bierdusche! Nicht zu verwechseln mit ihrem nahen Verwandten, der Bierdusche die vornehmlich auf Festivals und anderen exzessiven Feiern Einzug findet und bei der auf abstoßende Art und Weise Bier in großen Mengen verschwendet wird um Menschen zu benässen. Nein, die Bierdusche ist etwas privates, etwas intimes, etwas was man nur mit sich allein praktiziert. Hauptbestandteile sind ein möglichst kaltes Bier (wahlweise auch schon angefroren) und eine heiße Dusche. Diese beiden Elemente in Kombination ergeben die Basis für eine wahrhaft göttliche Erfahrung. Man sollte allerdings darauf achten, dass man das Bier nach dem öffnen nicht auf den Duschboden, sondern etwas erhöht stellt. Warmes Wasser im Bier zerstört das instabile Gefüge des Moments.

    Zum Abschluss würde ich gerne N. Lehnhäuser zitieren der einmal dazu schrieb:

    hätte nietzsche die erfahrung einmal gemacht, wären seine worte garantiert:
    “biertrinken unter der dusche ist ein seil, geknüpft zwischen tier und übermensch, – ein seil über einem abgrunde” gewesen.

    In diesem Sinne …

    .. just my 2 cents ..


  • Tutorial: betrunken sein. Oder: Des Trunkenbolds Checkbuch …

    Im folgenden beziehe ich mich auf eine total fiktive Person die ich weder kenne noch mit meiner eigenen Person identifiziere! Zusätzlich ist zu sagen, dass der Trunkenbold sich alleine natürllich anders verhält wie im Beisein anderer Trunkenbolde. Da müsste man noch Themen wie Beispielsweise “nachts Eier backen” behandeln. 


    Das Checkbuch des Trunkenbolds kann man wohl getrost gegen Ende einer Feier beginnen lassen und zwar an dem Moment an dem er beim Trinken des letzten Schlucks Bier merkt, dass das wohl besser sein letztes sein sollte um nicht weitere Biere auf zu kurze Zeit in sich zu behalten. Der übermüßige Konsum versetzt den Trunkenbold in einen Zustand in dem er zwar noch fähig ist simple kognitive Leistungen zu erbringen, diese aber lieber umgehen würde. Antrainierte Automatismen wirken hier wahre Wunder. Der Trunkenbold fängt also an seine Checkliste abzuarbeiten. Da er seine Wertgegenstände wie Handy, Schlüssel, Portemonait und nicht zuletzt Bezahlkarte immer in den gleichen Taschen aufbewahrt ist das Vorhandensein dieser mit einem schnellen abtasten der eigenen Hose kontrolliert. Jetzt ist man an dem ersten etwas kniffligeren Punkt angelangt, der Trunkenbold muss sich an den Moment erinnern an dem er das Lokal betrat und vor allem ob er damals eine Jacke an der Garderobe abgab. Falls dies der Fall gewesen sein sollte muss der Trunkenbold im schlimmsten Fall (bzw. im Falle extremer Alkoholauswirkungen) auf die Kompetenz der Angestellten vertrauen weil er meist nicht mehr in der Lage ist alleine zu prüfen ob die Jacke die ihm angereicht wird auch wirklich die seine ist.


    Hat er diese Herausforderung gemeistert wird meist noch der nächstbeste Schnellimbiss des Vertrauens angesteuert. Das weniger aus dem Grund wirklichen Hungers (meist rebeliert der Magen sogar im Gedanken zeitnaher Essensaufnahme) sondern mehr wegen der Lust und dem Appetit den er, noch im Konsumrausch, verspürt. Nun, gerüstet mit etwas Essbarem, macht der Trunkenbold sich auf den Heimweg. Diesen kann ich getrost überspringen da der Trunkenbold seinen Heimweg mehr in einem Zustand der Trance abläuft, als noch wirklich über seinen Weg nachzudenken. Der komplexeste Teil des Abends beginnt etwa 10 – 20 Meter vor der Haustür des Trunkenbolds. Hier erwacht er seinem komatösen Zustand und beginnt das vor ihm liegende zu planen. Das erste Hinderniss ist zugleich auch eines der schwierigsten. Die Haustür. Den Prozess des Aufschließens kann man in zwei Phasen gliedern.


    1.: Die den-richtigen-Schlüssel-finden Phase
    Diese Phase ist von Trunkenbold zu Trunkenbold sehr unterschieldich lang. Sie hängt von der Menge der Schlüssel und der Art und Weise der Aufbewahrung ab. Hier ist es immer ratsam Schlüssel in unterschiedlichen Formen und/oder Farben zu haben damit man diese besser unterscheiden kann.


    2.: Die das-Schlüsselloch-finden Phase
    Eine meist sehr diffizile Aufgabe. Hier trennt sich den Spreu vom Weizen der Trunkenbolde. Der Anfänger-Trunkenbold stochert mit dem Schlüssel so lang drauf los bis er schließlich die Mitte des nun total zerkratzten Türschlosses trifft. Der etwas geübtere tastet sich erst mit dem Finger vor um das Schlüsselloch zu finden um dann mit dem Schlüssel zielgenau zuzustechen (…).


    Innerhalb der Wohnung darf man auch noch nichts überhasten. Der Bettgang muss wohlüberlegt sein! Während er die Nachtplanung durchdenkt kann der Trunkenbold schon einmal mit dem Ausziehprozess beginnen. Für die Nacht sind folgende Fragen wichtig:

    • Muss ich noch mal aufs Klo?
    • Habe ich genug Wasser in greifbarer Nähe?
    • Fenster offen und frische Luft oder geschlossen und Ruhe?

    Nichts ist ärgerlicher als wenn sich in der Nacht heraussteltt, dass hier irgendwo falsch entschieden wurde! Sind diese Punkte abgehakt kann der Trunkenbold sich nun endlich in Ruhe zu Bett begeben. In diesem Sinne …

    .. just my 2 cents ..

  • So nah und doch so fern …

    Man liegt einfach nur da. Der Wille, sich mal langsam vom Bett zu erheben, ist zwar vorhanden doch irgendwie sieht das der Körper, noch geschädigt vom letzten Abend, anders! So liegt man jetzt auch schon mehrere Stunden da. Wach aber inaktiv! Bei jeder Bewegung dreht sich der Raum in vollkommen absurder Geschwindigkeit. Alkohol ist schon wirklich ein erstaunliches Mittel! Aber warum auch bewegen?! Im Prinzip verpasst man ja doch nichts. Das Wetter macht es einem auch nicht schmackhafter. Zu dunkel und regnerisch um irgendwas mit der Welt da draußen zu tun haben zu wollen aber doch irgendwie zu unspektakulär damit die Gemütlichkeit innerhalb des Hauses davon profitiert. Also um es kurz zu machen, die perfekte Definition des “Scheißwetters”. Das Sofa ist nur wenige Meter entfernt. Da hätte man wenigstens mediale Unterhaltung in Form des Fernsehers. Aber das Aufstehen und die damit verbundenen zu erwartenden Turbulenzen schrecken ab! Also werde ich wohl noch ein wenig liegen bleiben und auf sonnigere Zeiten hoffen. In diesem Sinne

    ..just my 2 cents ..


  • Cocktail: Gin – Basil Smash

    So nun mal was ganz anderes. Neulich wurde mir in einer Cocktailbar dieser recht unbekannte aber recht originelle und unglaublich schmackhafte Cocktail empfohlen. Nachdem ich ihn dann probiert hatte erklärte ich ihn dann auch direkt zu meinem neuen Lieblingscocktail ;) . Also er hört sich vielleicht etwas befremdlich an aber der Geschmack ist wirklich einzigartig!

    5 – 6 cl Gin (mir wurde “Plymouth” empfohlen)

    2,5 cl Zuckersirup (1:1)

    2,5 cl Zitrone frisch

    3 Stängel Basilikum

    Basilikum (mit Stängel) in Zuckersirup zerstampfen (stark). Rest dazu –> shake –> durch Teesieb abseihen.

    Mit Eis auffüllen und mit Basilikum und Zitrone garnieren.

    Super!